Bodenanalyse (Schadstoffe) bestellen
Nur EUR 60 (CHF 100):
Leistungsumfang:
- Testset mit Proberöhrchen
- Anleitung
- Broschüre
- Laboranalyse und Auswertung
- Persönliche Empfehlungen von Dr. Guse
Weitere Informationen zur Bodenanalyse (Schadstoffe)
Unser Boden
Unter dem Boden versteht man die äußerste Schicht der Erdkruste, bis in eine Tiefe von wenigen Metern. Diese Schicht unterscheidet sich schon optisch grundlegend von den weiter unten liegenden Schichten. Das liegt hauptsächlich an den kohlenstoffhaltigen Humusstoffen, die dieser fruchtbaren Schicht eine zumeist dunklere Färbung geben. Neben den für die Bodenstruktur und die Nährstoffspeicherung wichtigen Humusstoffen wird die Fruchtbarkeit eines Bodens durch das Angebot anorganischer Nährstoffe bestimmt. Daneben spielen auch die Bodenorganismen bis hin zu Bakterien eine entscheidende Rolle. Die Bodenorganismen sorgen für wichtige stoffliche Umsetzungen, Transport und die Verbesserung der physikalischen Eigenschaften des Bodens. Diese beeinflussen das Vermögen des Bodens Wasser zu halten und einen Gasaustausch mit der Atmosphäre zu erlauben.
Intensive Bodennutzung
Eine intensive Bodennutzung, wie sie die moderne Landwirtschaft darstellt, sorgt für eine kontinuierliche Entnahme von Nährstoffen aus dem Boden. Werden diese nicht nachgeführt, nimmt die Fruchtbarkeit und damit das Pflanzenwachstum schnell ab. In der Landwirtschaft gelten Bodenanalysen seit Jahrzehnten als unverzichtbar. Der Landwirt kann es sich bei dem Preiskrieg, der zu immer niedrigeren Erzeugerpreisen geführt hat, heute nicht mehr leisten, bei seinem wichtigsten Produktionsmittel, dem Boden, etwas dem Zufall zu überlassen. Einerseits geht es um beste Erträge, andererseits sind gerade die Mineraldünger relativ teuer. Schon aus ökonomischen Gründen ist eine Kontrolle der Bodennährstoffe sinnvoll, um nur in dem Maße Nährstoffe zuzuführen, in dem sich eine wirtschaftliche Ertragssteigerung erzielen läßt.
Neben der Ertragsoptimierung wird aber auch die Einhaltung von gesetzlichen Vorgaben vom Landwirt verlangt. Zu nennen sind hier die Dünge- und die Klärschlammverordnung. Diese sind besonders im Hinblick auf die Verwendung von billigen Düngern (Abfalldüngern) wichtig. Stalldünger, z.B. Gülle, stellt für manche Landwirtschaft ein Problem dar, da dieser entsorgt werden muss. So kommt es auf manchen Flächen zu einem zu hohen oder auch zeitlich falschen Einsatz von Düngemitteln, was zu einer Belastung des Grundwassers führen kann.
Ein anderes Problem stellt die Ausbringung von Klärschlämmen auf landwirtschaftlich genutzte Flächen dar. Dieses bietet dem Landwirt neben der Düngewirkung auch noch einen wirtschaftlichen Vorteil durch Entsorgungszahlungen. Nachteilig ist allerdings die mit dem Klärschlamm verbundene Belastung des Bodens besonders durch Schwermetalle. Die Klärschlammverordnung regelt und begrenzt die Ausbringung von Klärschlämmen auf landwirtschaftlich genutzte Flächen, um die Belastung unserer Nutzpflanzen durch giftige Schwermetalle zu minimieren.
Extensive Bodennutzung
Da der eigene Garten heute keinen entscheidenden Anteil an der Ernährung der Familie hat, ist im allgemeinen von einer extensiven Nutzung des Gartens auszugehen, d.h. der Fläche werden nur wenige Nährstoffe entnommen. Somit unterscheidet sich die Art der Bodennutzung in unseren Gärten von der landwirtschaftlichen Nutzung. Gleichwohl gibt es Parallelen zu der intensiven Nutzung, die die Übertragung der Richtwerte aus der Dünge- und Klärschlammverordnung zur Beurteilung der Dünge- und Schadstoffsituation auch für den eigenen Garten sinnvoll erscheinen lassen.
Ein bedarfsgerechte Düngung sollte nur die Nährstoffe zuführen, die fehlen. Oftmals wird zu viel gedüngt. Das kann zu Schäden an den Pflanzen führen oder auch die Verfügbarkeit der Spurenelemente verringern. Beispiele hierfür sind die übermäßige Phosphatdüngung oder Kalkung des Bodens.
ökologisch sinnvoll ist es, den Nährstoffbedarf der Pflanzen hauptsächlich durch eine eigene Kompostwirtschaft zu decken.
Bodenschadstoffanalyse
Schwermetalle schädigen die menschliche Gesundheit. Aus diesem Grund wurden in der Klärstoffverordnung Grenzwerte für Blei, Cadmium, Chrom, Kupfer, Nickel, Quecksilber und Zink festgelegt. Hieraus ergibt sich für diese Schwermetalle eine Belastungsobergrenze, um die Qualität der auf diesen Flächen produzierten Lebensmittel nicht zu gefährden.
Im Garten wird zwar üblicherweise kein Klärschlamm ausgebracht, gleichwohl werden auch dort Schwermetalle aus anderen Quellen gefunden. Es handelt sich hierbei z.B. um Altlasten aus dem Bergbau. So findet man im Harz verbreitet mit Blei, Zink und Cadmium belastete Flächen. Die Grenzwerte der Klärschlammverordnung werden dabei leicht um das zehn- bis zwanzigfache überschritten. Andere Quellen können Belastungen des Bodens durch industrielle Tätigkeit sein. Dabei muss die Industrieanlage nicht einmal direkt an den Garten grenzen. Durch entsprechend hohe Schornsteine können auch Schwermetalle kilometerweit vom Wind verbreitet werden. Auch die Aufschüttung mit Mutterboden unbekannter Herkunft, z.B. bei einem Neubau kann eine Belastung mit sich bringen.
Als Quelle für Cadmium sind einige Phosphatdünger als problematisch erkannt worden. Hierfür gibt es bisher keine Grenzwerte. Insofern kann auch eine übermäßige Düngung Schwermetalle in den Garten eintragen. Cadmium wird wiederum von bestimmten Pflanzen besonders gerne aufgenommen und führt so zu einer Anreicherung. Durch den Verzehr entsprechender Gemüse gelangt Cadmium in die Nieren und schädigt diese.
Unsere Bodenanalyse richtet sich an den Hausgartenbesitzer, bzw. Kleingärtner. Wir versuchen, ihm mit unser Analyse Informationen über den Zustand des von ihm bearbeiteten Stücks Natur zu geben. Diese Information soll seinem eigenen sowie dem Schutz der Natur dienen.
Diesen beiden Aspekten versuchen wir bei unseren Bodenanalysen gerecht zu werden.
Unser Test
Die Bodenschadstoffanalyse beinhaltet die Untersuchung der am häufigsten vorkommenden Schwermetalle, z.B. infolge von Schadstoffeintrag aus der Industrie. Orientierungswerte sind hierbei die Schwellwerte nach der Klärschlammverordnung (AbfKlärV, vom 15. April 1992). Bei einer Unterschreitung dieses Grenzwertes ist nach allgemeiner Auffassung eine Nutzung der Fläche auch zum Anbau von Nutzpflanzen möglich.
Blei (100 ppm), Cadmium (1,5 bzw. 1 ppm), Chrom (100 ppm), Kupfer (60 ppm), Nickel (50 ppm), Quecksilber (1 ppm), Zink (200 bzw. 150 ppm). Das Testset enthält ein Proberöhrchen mit einer Anleitung zur Probenahme sowie ein Informationsfaltblatt.